Neues Equipment (Saba Tonband) soeben eingetroffen!

Naja, so richtig fabrikneu ist das Tonband von Saba nicht. Baujahr 1972. Hat also bereits 43 Jahre auf dem Buckel. Der Klang ist gut und alles funktioniert. Hat nur leider auch die „Rumpelrad-Problematik“. Vintage-Tonband-Freaks wissen was ich meine… 😉

Tonband "Saba TG-546 Stereo automatic"
Der einäugige Studiokater interessiert sich jedenfalls für das drehende Band – eigentlich kennt er sich nur mit modernster High-End-Technik aus. Ob das Teil als Bandsättigungseffekt beim Mastering hergenommen werden sollte? Analog statt digital? Wohl besser nicht. Vermutlich würde dem Signal mehr Gerausche als Bandsättigung hinzugefügt werden. Also bleibt es als Hypnosemaschine für den Studiokater im Projektstudio stehen…

 

Psychoakustische Musik: SURVIVAL (Part I)


SURVIVAL
(engl.: Überleben)


Psychoakustische Musik von Pierre Xuso

Was ändert sich, wenn Geräusche, die sonst vielleicht nur „schmückendes Beiwerk“ in einer Komposition sind, stark in den Vordergrund gerückt werden und die Musik quasi nur noch als Ummantelung dient? Alles ändert sich, da von den Zuhörenden alles völlig anders empfunden wird. Die atmosphärische Dichte wird eine andere. Psychoakustische Musik nimmt die Zuhörenden „gefangen“, sofern diese sich darauf einlassen und über eine entsprechend gute Abhörmöglichkeit verfügen (oder Kopfhörer), damit die akustischen Spitzfindigkeiten auch wahrgenommen werden. Solche Musik kann man nicht mal „nebenbei“ hören. Das ist keine Caféhaus-Musik, die zwischen einem Stück Sachertorte und einer Tasse Wiener Melange konsumiert werden kann. Auf psychoakustische Musik muss man sich einlassen und seinem Kopfkino freien Lauf lassen. Wie an dem Stücks „Survival“ gut zu hören ist, kann mittels bestimmter Effekte eine sehr intensive, beklemmende, bedrückende und vielleicht sogar beängstigende Stimmung bei den Zuhörern hervorgerufen werden. Das ist so gewollt.

VORSCHAU: In Kürze werde ich unter der Rubrik „Experimentelles“ ausführlich erklären, wie dieses Stück entstand. Kann aber noch ein paar Tage dauern…

Pierre Xuso stellt vor: YNTY – einmalige Musik aus der Eifel…

Wenn man etwas gut findet, sollte man auch andere daran teilhaben lassen. Deshalb möchte ich heute das offene YNTY-Projekt vorstellen, welches vor über 20 Jahren gegründet wurde. YNTY, das sind in der Hauptsache drei Individualisten (mittlerweile wieder vier), die mit Synthesizern (und mitunter selbstgebauten Klangerzeugern) improvisieren und experimentieren. YNTY ist zeitlose Musik aus der Eifel. Sofern die Technik mitspielt, werden mittlerweile fast alle Jamsessions aufgenommen. Einige Kostproben aus vergangenen Tagen können auf der YNTY-Homepage genossen werden: www.ynty.de

YNTY - Musik die sich in keine Schublade stecken lässt...

Kleiner Wermutstropfen: Auf den YNTY-Seiten wird noch hauptsächlich „Flash“ eingesetzt. Das heißt, mit mobilen Geräten können die meisten Videos (außer die über YouTube eingebetteten) nicht angeschaut werden. Selbiges gilt leider auch für sämtliche Soundbeispiele, da als Abspielgerät ein Flashplayer auf der YNTY-Homepage seine Arbeit verrichtet. Also ran an den guten alten PC, Flash-Plugin installieren (falls noch nicht vorhanden) und schon kann man in die YNTY-Welt eintauchen.

YNTY-Musik besteht im Wesentlichen aus spontaner Improvisation. Jedes Stück wird nur einmal gespielt und keiner der YNTY-Protagonisten erhebt den Anspruch, bestimmte Passagen wiederholen zu wollen – mal ganz davon abgesehen, dass dies meist auch überhaupt nicht möglich wäre. Dadurch wird die Musik von YNTY einmalig und jede Jamsession zu einem ebenfalls einmaligen akustischen Erlebnis.

Hin und wieder habe ich das Vorrecht, bei einer YNTY-Session mitmachen zu dürfen.

Lange Rede kurzer Sinn – einfach mal reinschauen: www.ynty.de

Achja, fast vergessen, auf YouTube gibt es einige Videos, die mit YNTY-Musik hinterlegt wurden. Hier ein paar Beispiele:

YNTY: Ahrsichten – unterlegt mit dem YNTY-Titel „Psychedelic Trance“

YNTY: Wake up

YNTY: On the Road

YNTY: Impressionen vom „Burg Herzberg Festival 2015“ – unterlegt mit Musik von YNTY

Pierre Xuso

Pierre Xuso meets Erik Satie

Wussten Sie, dass Erik Satie als Vorreiter des Klingeltons gilt? Kein Pianist von Rang wollte lange Zeit die Werke des Exzentrikers Satie spielen. Der „heilige“ Adorno schrieb einst über den Sonderling Satie:

„In den schnöden und albernen Klavierstücken Saties blitzen Erfahrungen auf, von denen die Schönbergschule nichts sich träumen lässt.“

Jaja, der Adorno ist schon so’n elender Meckersack gewesen. Vermutlich hat es Adorno gewurmt, dass er selbst nur ein schmales Werk Werk hinterlassen hat: Klavierstücke, meistens Miniaturen. Dazu noch zwei Fragmente aus einer geplanten Oper. Nach 1945 hat er das Komponieren dann ganz aufgegeben, der Herr Adorno.

Erik Satie hingegen war es, der gegen den in Leipzig geborenen „Halbgott“ und Judenhasser Richard Wagner rebellierte und Debussy dazu anstiftete, zur Abwechslung mal eigene Wege zu gehen. Glücklicherweise tat dies Debussy dann auch. Übrigens, unter Pseudonym veröffentlichte Richard Wagner 1850 das Pamphlet „Das Judenthum in der Musik“, was ihn zu einem Vorreiter des (seinerzeit) „modernen“ Antisemitismus machte, der sich nach der Reichsgründung (1871) vollends entfaltete. Ja, immer wieder diese Leipziger/Sachsen. Es wundert mich überhaupt nicht, dass die rechtspopulistischen, fremden- und islamfeindlichen Vereinigungen „Pegida“ und „Legida“ ihre Ursprünge in Dresden und Leipzig haben. Richard Wagner, würde er denn noch unter uns sein, liefe sicherlich bei den „Spaziergängern“ mit…

Satie ist der Stammvater des Minimalismus und des Kubismus in der Musik. Seine Verstocktheit und sein Sarkasmus trugen dazu bei, dass er zu Lebzeiten nicht viel Freunde hatte. 1925 starb Satie im Müllhaufen seines Hauses. Er war ein „Messie“ – so wie Francis Bacon.

Ich denke, dass Satie seine Freude daran hat (ja, ich schreibe absichtlich in der Gegenwartsform), dass ich seine Werke mit Synthesizerklängen verwurschtelt habe. Bei Gelegenheit könnte er mal seine Meinung diesbezüglich kundtun, wenn er sich nicht gerade mit dem Antisemiten Richard Wagner zankt.

Pierre Xuso.

Relaunch der Internetpräsenz www.pierrexuso.de

Nun ist es geschafft: Die Internetpräsenz www.pierrexuso.de erstrahlt in neuem Glanz. Wurde aber auch höchste Zeit! Nun muss alles mit Inhalten aufgefüllt werden, damit die geneigte Leserschaft zufrieden ist. Wir bleiben auf dem Laufenden. Es lohnt sich, hier von Zeit zu Zeit vorbeizuschauen – es wird immer wieder NEUES auf die Ohren geben. Versprochen.

 

Pierre Xuso spielt „AGNUS DEI“ aus „EXORDIUM“

„Agnus Dei“ aus dem im Januar 2016 erscheinenden Album „Exordium“. Komponist: Pierre Xuso. In diesem Video spielt der Komponist Pierre Xuso in Echtzeit einen seiner neuen Titel für die CD ein. Das bedeutet, alle Sounds und Klänge die zu hören sind, werden in Echtzeit erzeugt. Im Hintergrund liefen keine Tonspuren, zu denen eingespielt wurde. Alles in Echtzeit und LIVE!