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Das letzte Werk “FUNKTIONSLOS” erschien vor ca. 9 Monaten. Private und geschäfliche Veränderungen und/oder Verpflichtungen trugen in den letzten Monaten dazu bei, dass gewisse Vorhaben in die Warteschleife gestellt werden mussten.

Höchste Zeit, der wartenden Fangemeinde etwas Neues zu präsentieren. 

“KOPFKINO” ist ein 30-minütiges durchkomponiertes Konzeptwerk, welches reichlich mit psychoakustischen Elementen angereichert wurde. Freilich nicht unbedingt leichte Kost, aber für “leichte Kost” sind andere Komponisten zuständig. Selbstverständlich sollte auch dieses Werk mit Kopfhörer oder über eine gute Anlage genossen werden. 

WICHTIGER UPDATEHINWEIS vom 02. Januar 2018:
Dem Konzeptwerk “Kopfkino” wurden weitere interessante Stücke hinzugefügt. Außerdem erfolgten einige Abänderungen. Wer sich “Kopfkino” vor dem 02. Januar 2018 angehört hat, sollte sich das gesamte Werk nochmals anhören. 

Außerdem steht das Konzeptalbum “Kopfkino” ab sofort zum kostenfreien Download bereit! In MP3-Qualität und in CD-Qualität.

–> ZUM WERK “KOPFKINO”

Pierre Xuso

“KOPFKINO” ist ein 30-minütiges Konzeptwerk mit allerlei psychoakustischen Elementen. Alle Lieder dieses Werkes wurden von Pierre Xuso komponiert, eingespielt und abgemischt. Die im Musikwerk vorkommenden Texte entstammen der Feder von Katharina Friebe (Leipzig) – ebenso wurde das variierte Mantra “Jai Mata Kali” von ihr eingesungen. Einige Außenaufnahmen wurden in der Straßenbahnlinie 10, sowie im und vorm Bahnhof Leipzig aufgenommen.

Das Werk ist durch das deutsche Urheberrecht geschützt und darf auch nicht auszugsweise für kommerzielle oder teilkommerzielle Produktionen genutzt werden.

Damit die psychoakustischen Feinheiten wahrgenommen werden können, sind Kopfhörer oder eine gute Anlage bei Anhörung zu empfehlen.


Hier kann das Konzeptalbum “Kopfkino” in CD-Qualität oder in MP3-Qualität  völlig kostenfrei downgeloadet werden (zur privaten Nutzung):

» KONZEPTALBUM "KOPFKINO" (MP3-Qualität / 45 MB)

» KONZEPTALBUM "KOPFKINO" (CD-Qualität / 506 MB)

Die nächsten Tage verabschiede ich mich gen Süden, weil es mir in diesem gottverdammten Leipzig einfach zu kalt ist. Meiner mir (hoffentlich) wohlgesonnenen Hörerschaft hinterlasse ich  einen neuen Track und ein Video, damit die Zeit bis zu meiner Wiederkehr schmerzfrei überbrückt werden kann. Have a look, have an ear:

–> THE CIRCLE IS CLOSES. IS COMPLETE.

 

Wussten Sie, dass Erik Satie als Vorreiter des Klingeltons gilt? Kein Pianist von Rang wollte lange Zeit die Werke des Exzentrikers Satie spielen. Der “heilige” Adorno schrieb einst über den Sonderling Satie:

“In den schnöden und albernen Klavierstücken Saties blitzen Erfahrungen auf, von denen die Schönbergschule nichts sich träumen lässt.”

Jaja, der Adorno ist schon so’n elender Meckersack gewesen. Vermutlich hat es Adorno gewurmt, dass er selbst nur ein schmales Werk Werk hinterlassen hat: Klavierstücke, meistens Miniaturen. Dazu noch zwei Fragmente aus einer geplanten Oper. Nach 1945 hat er das Komponieren dann ganz aufgegeben, der Herr Adorno.

Erik Satie hingegen war es, der gegen den in Leipzig geborenen “Halbgott” und Judenhasser Richard Wagner rebellierte und Debussy dazu anstiftete, zur Abwechslung mal eigene Wege zu gehen. Glücklicherweise tat dies Debussy dann auch. Übrigens, unter Pseudonym veröffentlichte Richard Wagner 1850 das Pamphlet “Das Judenthum in der Musik”, was ihn zu einem Vorreiter des (seinerzeit) “modernen” Antisemitismus machte, der sich nach der Reichsgründung (1871) vollends entfaltete. Ja, immer wieder diese Leipziger/Sachsen. Es wundert mich überhaupt nicht, dass die rechtspopulistischen, fremden- und islamfeindlichen Vereinigungen “Pegida” und “Legida” ihre Ursprünge in Dresden und Leipzig haben. Richard Wagner, würde er denn noch unter uns sein, liefe sicherlich bei den “Spaziergängern” mit…

Satie ist der Stammvater des Minimalismus und des Kubismus in der Musik. Seine Verstocktheit und sein Sarkasmus trugen dazu bei, dass er zu Lebzeiten nicht viel Freunde hatte. 1925 starb Satie im Müllhaufen seines Hauses. Er war ein “Messie” – so wie Francis Bacon.

Ich denke, dass Satie seine Freude daran hat (ja, ich schreibe absichtlich in der Gegenwartsform), dass ich seine Werke mit Synthesizerklängen verwurschtelt habe. Bei Gelegenheit könnte er mal seine Meinung diesbezüglich kundtun, wenn er sich nicht gerade mit dem Antisemiten Richard Wagner zankt.

Pierre Xuso.